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DER LEICA LOOK

Als gelernter Grafikdesigner und Creative Director hat Maurice Pehle ein Auge für Ästhetik. Die Bilder des People- und Werbefotografen sind ebenso ehrlich und von Understatement geprägt wie sein Equipment.

T – Peter Schuffelen F – Maurice Pehle

MAURICE PEHLE (*1991) gelernter Grafikdesigner, machte sich vor drei Jahren als Fotograf und Creative Director selbständig und bietet seinen Kunden aus dem Mode-, Gastronomieund Konsumgüterbereich 

Komplettkonzepte inklusive Corporate-Design, Brand Building und (Social-Media)-Marketing an. Daneben hat er mit dem dreamermagazine und dem LEICAMAG zwei reichweitenstarke fotografische Plattformen ins Leben gerufen.

instagram.com/mauricepehle

instagram.com/leicamag

instagram.com/dreamermagazine

 

Weniger ist mehr, so lautet ein geflügeltes Motto unter Menschen mit einer Schwäche für das Schöne, Schlichte und Funktionale – und ganz besonders in Designerkreisen. Dass eine gelungene, auf das Wesentliche reduzierte Formgebung eine große Strahlkraft im alltäglichen Leben entfalten und die Kreativität beflügeln kann, lässt sich an Designklassikern von Braun oder Apple studieren – und an den Leica Ms, deren zeitlose Gestalt durch den Produktdesigner Heinrich Janke geschaffen und von seinen Nachfolgern behutsam modernisiert wurde. Das klassisch reduzierte Industriedesign der Leica Produkte, ihr „Form follows function“-Gestaltungsprinzip begeistert auch Maurice Pehle. Auch deshalb kam für den gelernten Grafikdesigner nur ein Kamerasystem aus Wetzlar infrage, als er sich vor drei Jahren als Social-Media- Konzepter, Creative Director und Fotograf selbständig machte.

 

„Wenn man eine Leica kauft, weiß man, dass man eine Kamera fürs Leben kauft“, sagt der 30-Jährige. Die Wertstabilität der Kameras und Objektive, der Nachhaltigkeitsgedanke, ihr unverwechselbarer Formfaktor, die Tradition der Marke – all das habe eine Rolle gespielt. Noch wichtiger sei für seine Entscheidung aber das gewesen, was man den Leica Look nennen könnte. „Ich habe mich von anderen Fotografen inspirieren lassen und immer wieder festgestellt, dass die Bilder, die mich am meisten faszinieren, mit Leica Kameras entstanden sind“, sagt Pehle, der als Autodidakt vor zwölf Jahren mit dem Fotografieren begann. Was er damit meint, lässt sich anhand seiner Bilder lesen: Seine Editorial-, Corporate- und Mode-Aufnahmen, die für Kunden wie Seidensticker, Concept-Shops, Restaurantketten oder  Optikfachgeschäfte entstehen, wie auch seine Porträts von Musikern und anderen Kreativen, wirken ehrlich, unprätentiös, lebensnah – und zuweilen gar ein wenig ungeschliffen. „Fotografisch“ könnte man diesen Look nennen, im ursprünglichen Sinn des Wortes. Oft spielt Pehle mit Unschärfe, mit dezenten Imperfektionen, die alles organisch wirken lassen, ja geradezu analog (auch wenn die meisten Aufnahmen auf Sensor und nicht auf Film entstehen).

„Ich glaube nicht, dass man automatisch ein besserer Fotograf wird, wenn man mit Leica fotografiert. Man muss das schon wollen, denn man arbeitet ja zwangsläufig langsamer, ohne Automatiken, Augentracking und den ganzen Schnickschnack“, sagt Pehle. „Doch das ist genau das, wonach ich suche. Denn interessanterweise entsteht durch dieses Zurückgeworfensein auf die Basics, auf die wenigen Stellschrauben – Blende, Zeit, ISO – kreativer Freiraum.“

 

Leica M 10-P, M6 und SL: ein Trio für alle Fälle

 

Für kommerzielle Jobs, bei denen es schnell gehen und alles auf den Punkt scharf sein muss, setzt Pehle auf die spiegellose Vollformatkamera Leica SL. Die sei dank des elektronischen Suchers und präzisen Autofokus ein echtes Arbeitstier, sagt Pehle. Am liebsten arbeitet er aber mit Leica M Kameras. Er sei damals mit der Leica M240 in die Leica Welt eingestiegen, vor einiger Zeit aber zur M10-P gewechselt, weil sie einen noch besseren Verschluss habe, noch etwas schlanker sei und das traditionelle Understatement der M-Serie auf die Spitze treibe mit ihrem schwarzen Body, der ganz ohne den roten Leica Punkt auskommt.

 

„Mir gefällt, dass sich die Kamera nicht sofort als Leica zu erkennen gibt. So werde ich nicht über den Leica Nimbus, sondern über meine Bilder beurteilt“, sagt Pehle, der darüber hinaus auch mit der analogen Leica M6 fotografiert, teilweise sogar parallel. Der Grund: Der Fotograf will mit der Anmutung unterschiedlichen Filmmaterials experimentieren. Und er schätzt das Prinzip der Reduktion, das hier nochmals radikaler greift. „Wenn ich aus dem Haus gehe oder in Urlaub fahre, nehme ich immer die M6 mit“, sagt er. „Das führt dazu, dass ich nur das fotografiere, was ich wirklich essenziell finde.“

 

Eine Zeitlang hat der fotografische Autodidakt auch mit der Leica Q experimentiert, auf Dauer aber wollte er sich nicht auf das 28mm Objektiv beschränken: „35mm finde ich optimal – und das Summilux-M 1:1,4/35 ASPH ist das beste Objektiv, das es für Leica Kameras gibt.“ Pehles Faible geht so weit, dass er mit dem LEICAMAG sogar eine Plattform für Leica Fotografen geschaffen hat.

 

Nur anderthalb Jahre nach ihrem Start zählt der herstellerunabhängige, von ihm kuratierte Instagram-Auftritt mehr als 25 k Follower. „Ich mache das aus Leidenschaft und um zu zeigen, dass Leica weit mehr ist als klassische Reportage und für unterschiedlichste Sujets und Styles steht“, sagt Pehle. Er profitiere aber auch ganz persönlich, erhalte viele positive Rückmeldungen und Inspirationen. „Ich bin überzeugt, dass es richtig ist, einfach mal was zu machen, auch wenn man nicht unmittelbar monetär entlohnt wird“, sagt er. „Mittelfristig wird sich das in der einen oder anderen Form auszahlen, da bin ich mir sicher.“